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Kinder haben Rechte!

Ausstellung von UNICEF zu 30 Jahren Kinderrechtskonvention

Die UNICEF Arbeitsgruppe feiert dieses Jahr 20-jähriges Bestehen. Wegen der Pandemie mussten geplante größere Feierlichkeiten im Frühjahr ausfallen. Deswegen freuen sich die in Landshut ehrenamtlich aktiven UNICEF Mitarbeiter jetzt die Gelegenheit zu haben in Zusammenarbeit mit dem Haus International in der Rochuskapelle die informative UNICEF Ausstellung „Kinder haben Rechte“ zeigen zu können.
Damit wird auch auch über das 30-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention informiert. „Am internationalen Tag der Kinderrechte – am 20. November 2019 – wurden die Kinderrechte 30 Jahre alt. Ein wichtiger Anlass, Kindern und Jugendlichen zuzuhören! Wir alle sind verantwortlich und können einen Beitrag leisten, um die UN- Kinderrechtskonvention umzusetzen. Dazu gehört, Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen ihre Meinung zu sagen und ihnen zuzuhören. Denn Mädchen und Jungen sind Experten in eigener Sache. Sie müssen an Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen. Denn eine Welt, die gut ist für Kinder, ist für uns alle gut!“ erklärt Beate-Maria Blinzler, Leiterin der UNICEF Arbeitsgruppe Landshut.
Hintergrund: KINDER HABEN RECHTE Jedes Kind hat Rechte – und zwar die gleichen Rechte, unabhängig davon an welchem Ort der Welt es aufwächst oder welche Religion es hat. Alle Mädchen und Jungen haben das Recht gesund und sicher aufzuwachsen, ernst genommen und beteiligt zu werden und ihr Potenzial voll entwickeln zu können. Diese Rechte garantiert die UN-Kinderrechtskonvention, die vor 30 Jahren verabschiedet wurde. Seitdem hat sich das Leben für Kinder in vielen Bereichen verbessert. Doch überall auf der Welt werden weiterhin die Rechte von Millionen Kindern verletzt. Ihnen fehlen beispielsweise noch immer elementare Dinge wie sauberes Wasser, medizinische Hilfe, ausreichende Nahrung oder eine gute Schule. ES IST ZEIT ZU HANDELN! UNICEF setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte überall auf der Welt verwirklicht werden. In Entwicklungsländern und Krisengebieten hilft UNICEF, Kinder zu versorgen und vor Gewalt zu schützen. In Deutschland bringt UNICEF Menschen zusammen, um sich gemeinsam für Kinder stark zu machen und die Politik im Sinne von Kindern mitzugestalten. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kinderrechte explizit im Grundgesetz verankert werden. Helfen Sie mit, die Welt zu einem besseren Ort für Kinder zu machen! Wenn es den Kindern auf der Welt gut geht, geht es uns allen besser.

Die Portraits lässt er bewußt als reinen Ausdruck der Persönlichkeiten und ohne weitergehende Hintergrundinformation oder politische Botschaften auf die Betrachter wirken.

Dauer der Ausstellung: 15. Oktober – 31. Oktober 2020

Öffnungszeiten: Mo bis Sa 14 – 17 Uhr

Zusätzlich ist der Künstler Peter Weismann seit Januar mit seinem Kunstprojekt „MARE NOSTRUM längs der Isar – Festung Europa“ in der Rochuskapelle zu Gast. Hier könnt Ihr mal reinschauen: https://mare-nostrum-landshut.de/

MARE NOSTRUM hieß das Mittelmeer zu Zeiten des Römischen Reiches. MARE NOSTRUM nannte die italienische Regierung die humanitäre Mission zur Seenotrettung von Migrant*innen. Drückte die antike lateinische Bezeichnung des Mittelmeeres eher imperiale Besitzansprüche aus, war sie für die Rettungsaktion, die im Oktober 2013 anlief, Ausdruck der fürsorglich solidarischen Verantwortung einer modernen demokratischen Gesellschaft für „unser Meer“. Bis Oktober 2014 rettete MARE NOSTRUM etwa 130.000 Menschen aus Seenot. Dann wurde MARE NOSTRUM eingestellt. Die europäischen Regierungen haben sich für Abschottung, Grenzsicherung und Zurückweisung entschieden. An den Grenzen der „Festung Europa“ sterben Menschen, die wir retten könnten. Mehr als 35.000 tote Kinder, Frauen und Männer dokumentiert die Liste der UNITED, die Dunkelziffer wird um vieles höher geschätzt. Das massenhafte Sterben zuzulassen, obwohl wir es verhindern könnten, heißt zugleich, dass wir das Wertefundament Europas, die Menschenrechte, selbst zerstören. Wo Menschen, die vor Verfolgung, Gewalt, Krieg und Hunger flüchten, zur bedrohlichen „Flüchtlingsflut“ entmenschlicht, ausgegrenzt und dem Tod überlassen werden, wo im öffentlichen Diskurs Unworte wie „Überfremdung“, „Umvolkung“ kursieren und von einer Verschwörung zur „Islamisierung des Abendlandes“ geraunt wird, wo Hass auf Fremde in den Straßen demonstriert, wo Menschen in Not kriminalisiert werden und deren Unterkünfte brennen, drängt sich Auschwitz als Menetekel auf. „Nie wieder!“ war das Vermächtnis.

MARE NOSTRUM ist der Titel einer Installation, die sich künstlerisch diesem Vermächtnis an die Gegenwart stellt. Seit seiner Vertreibung aus dem Paradies wandert der Mensch auf der Erde, zieht umher auf der Suche nach Lebensbedingungen, die seine Existenz sichern. Migration ist Menschsein – kein Verbrechen.

Zum Künstler:
Aufgewachsen nach dem Krieg, hineingewachsen in das Bewusstsein der Katastrophe des Dritten Reiches und in das Wissen um die Schicksale der Verfolgten, aufgewachsen in der Nachbarschaft mit Vertriebenen aus dem Osten und Gastarbeiter*innen aus dem Süden, die das Land bereichert haben, schämt er sich für eine Politik in diesem Land, die ihre geschichtliche Verantwortung an den Ursachen für die Flucht von Menschen in anderen Teilen der Erde leugnet.

Zum Ort:
MARE NOSTRUM entsteht entlang der Isar von der Quelle im Karwendelgebirge bis zur Mündung in die Donau. Der Fluss als Beispiel einer der ältesten Migrationsrouten in der Menschheitsgeschichte, als Lebensader, als eine Metapher für Verbindung und Verbundensein, für das Unaufhaltsame und nicht Kontrollierbare, für unablässige Bewegung und stete Veränderung ist für sich schon Teil und Bühne von MARE NOSTRUM. Weite Bereiche der Isar und ihrer Flussauen sind Landschaftsschutzgebiete, die von Wanderwegen durchzogen sind. Auf Schutz und Wandern bezieht sich im übertragenen Sinn MARE NOSTRUM und zieht seine Spur entlang dieser Wege.