image

4078 TAGE - Tatorte der NSU-Morde

Bitte Infektionsschutzmaßnahmen beachten!

Mit ihrer Ausstellung „4074 Tage“ macht die Fotografin Gabriele Reckhard die zehn Tatorte sichtbar, an denen rechtsradikale Täter des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zehn Menschen ermordet haben. Sie alle wurden an ihrem Arbeitsplatz hingerichtet. Mit ihrer Kamera hat Gabriele Reckhard genauer hingesehen – auf das, was für die Familien jahrelang die einzige Gewissheit war: die Orte, an denen ihre Angehörigen ermordet wurden.

Seit dem ersten Mord im September 2000 und bis zur Aufdeckung des NSU im November 2011 musste die Familie Şimşek 4074 qualvolle Tage nicht nur mit dem gewaltsamen Tod ihres Angehörigen leben. Sie war zudem der Verunglimpfung, Ignoranz und Kriminalisierung durch Ermittlungsbehörden, Medien und Öffentlichkeit ausgesetzt – so wie alle anderen Angehörigen der NSU-Opfer, die aus rassistischen Gründen umgebracht wurden.

Auch nach Ende des fünf Jahre dauernden Strafprozesses im Sommer 2018 sind wichtige Fragen weiter offen. Was bleibt, ist die Verantwortung, genauer hinzusehen, um die politischen Hintergründe der Morde aufzuklären und die Ursachen für Rassismus und Rechtsextremismus, Nationalismen und Hass in unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Hierzu werden und wollen wir aktiv bleiben.

Dauer der Austellung: 14 – 18. März
Öffnungszeiten: täglich 14 -17 Uhr

in Kooperation mit der IG Metall