Direkthilfe

Seit 2017 ist das Haus International  als mildtätig anerkannt und kann daher Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen auch mit materieller Hilfe unterstützen.

Besonders  im Bereich Asylsozialarbeit  gibt es immer wieder solche Härtefälle, in denen die Berater und Beraterinnen mit Geld für eine Fahrkarte zum Rechtsanwalt, für Verhütungsmittel etc. helfen.

Die Direkthilfe wird dabei zu 100% aus Spenden finanziert. Wenn Sie einem Menschen in Not direkt helfen wollen, spenden Sie bitte mit dem Kennwort „Direkthilfe“

Einzelne Fälle werden wir im Newsletter und  unter Aktuelles von Zeit zu Zeit vorstellen.

Herr S. aus Afghanistan braucht Unterstützung!

Herr S. stammt aus der Provinz Lugar in Afghanistan, die sich seit geraumer Zeit in der Hand der Taliban befindet. Da sein Bruder Soldat war, wurde die Familie mehrmals von den Taliban bedroht. Zwei Monate vor seiner Flucht wurde der Bruder verschleppt, seitdem besteht kein Kontakt mehr zu ihm. Die Familie geht davon aus, dass er ermordet wurde. Da sich die Situation weiter zuspitzte und der Gesundheitszustand von Herrn S. sich zunehmend verschlechterte, floh Herr S. nach Deutschland. Hier wurde Muskelschwund diagnostiziert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellte ein Abschiebeverbot fest. Die Tochter von Herrn S. ist drei Jahre alt, aber er hat sie noch nie gesehen, da er während der Schwangerschaft seiner Frau fliehen musste. Für seine Frau war die Flucht zu gefährlich, weshalb Herr S. versuchen wollte, sie später nachzuholen. Er wünscht sich so sehr, endlich seine Tochter zu sehen und wieder mit seiner Frau zusammen zu leben. Krankheitsbedingt sitzt Herr S. inzwischen im Rollstuhl und braucht auch die Hilfe seiner Frau für die häusliche Pflege.

Bisher fordert die Botschaft in Kabul von der Ehefrau eine Vorlage eines Zertifikats A1 über den Erwerb der deutschen Sprache. Diese Bedingung bedeutet eine unglaublich hohe Hürde für Frau S. – lebte sie doch bis zur Flucht von Herr S. in einem von den Taliban beherrschten Gebiet und konnte daher nie die Schule besuchen. Erschwerend kommt hinzu, dass Frau S. alleinerziehend ist und es ihr auch in Kabul als Frau kaum möglich ist, sich frei zu bewegen und deutsch zu lernen.

Herr S. befindet sich bei uns in Beratung. Wir möchten versuchen ihm einen Anwalt zur Seite zu stellen, der die Möglichkeiten in diesem Fall erneut prüft und, falls nötig Frau S. dabei unterstützt die von der Botschaft geforderten Bedingungen doch noch zu erfüllen und bereits in Kabul einen Sprachkurs zu absolvieren.

Wir freuen uns über Spenden auf das Konto des Haus International
IBAN: DE38 7435 0000 0000 870595
BIC: BYLADEM1LAH
Kennwort: Familiennachzug