Romani Rose - ein Leben für die Menschenrechte

Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte

Montag, 15 Mrz 2021

19:00 – 20:30

Lesung und Buchgespräch mit der Autorin und Romni Behar Heinemann

Jahrzehntelang kämpfen deutsche Sinti und Roma um Menschen- und Bürgerrechte, mit an der Spitze Romani Rose als Vorsitzender ihres Zentralrats. Behar Heinemann hat diese Leistung in ihrem Buch „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“ dokumentiert. Die aus dem Kosovo stammende Autorin gehört der Ethnie der Roma an, bekennt sich ausdrücklich dazu und ist vielfältig sozial für die Minderheit engagiert. Sie zieht eine Zwischenbilanz über das Verhältnis zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft beim Buchgespräch.

Zum Buchinhalt:
Die Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma ist untrennbar mit dem Namen von Romani Rose verbunden. Seit einem halben Jahrhundert beseelt der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma den Kampf dieser Minderheit um Anerkennung des ihr während des Nationalsozialismus widerfahrenen Unrechts und um Ausgleich für das erlittene Leid. Unermüdlich hat er sein Leben in den Dienst der Menschenrechte gestellt. Auf diese Weise ist er zu einem Symbol für Gerechtigkeit und zugleich für Versöhnung mit der Mehrheitsgesellschaft geworden. Mit dem Buch „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“ wird erstmals eine umfassende kommentierte Bilddokumentation zum Leben und Wirken von Romani Rose als Person, Menschenrechtler, Aktivist und Politiker vorgelegt. Anhand von mehr als 200 ausdrucksstarken historischen und zeitgenössischen eigenen Fotos zeichnet die Autorin Behar Heinemann die eindrucksvolle Persönlichkeit eines bemerkenswerten und mutigen Mannes nach. Mit ihrer Dokumentation leistet sie zugleich einen wesentlichen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis von Minderheit und Mehrheitsgesellschaft und ihrer Versöhnung.

Zur Autorin:
Behar Heinemann wurde in Prizren/Kosovo noch zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawien geboren. Als achtes Kind einer gut situierten Großfamilie verbrachte sie ihre gesamte Schulzeit in der wegen ihrer historischen Multikulturalität bekannten Stadt an der Bistrica. Nach erfolgreich bestandenem Abitur wurde sie als eines von nur wenigen Roma-Mädchen an der Universität Prishtina aufgenommen. Bevor sie ihr Studium abschließen konnte, siedelte sie Anfang der 90er Jahre nach Deutschland über. Sie ist Publizistin, Künstlerin und Fotografin und engagiert sich in unterschiedlichen Formen für die Menschenrechte. In ihrem Wirken geht sie den Fragen um Identität, Kultur und Verständigung nach. Sie ist verheiratet und lebt im Rheinland.

Veranstalter: Haus International, Kulturforum und Stadtbücherei

Veranstaltungsort

Lesecafé der Stadtbücherei
Steckengasse 308
84028 Landshut

Teilnahmegebühr

Eintritt frei

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