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Gedenken neu denken – Lesung und Diskussion mit Susanne Siegert

Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss.
Lesung und Diskussion mit Susanne Siegert

 

Wie sieht unsere Erinnerungskultur in Zukunft aus? Wie erinnern sich kommende Generationen an Holocaust und Shoah? In einer Zeit, in der antisemitische Einstellungen und Übergriffe in einem bedrohlichen Ausmaß ansteigen, steht auch die Gedenk- und Erinnerungsarbeit vor großen Herausforderungen. Und während gerade in den jüngeren Generationen das Wissen um die deutsche Vergangenheit immer weiter abnimmt, wird es in absehbarer Zeit auch keine Zeitzeug*innen der nationalsozialistischen Verbrechen mehr geben, die über Jahrzehnte einen Großteil der Gedenkarbeit geschultert haben.
Die Journalistin Susanne Siegert zeigt seit Jahren ganz praktisch, wie eine neue Form der Gedenkarbeit aussehen kann: Unter dem Account @keine.erinnerungskultur klärt sie auf Instagram und TikTok über die Verbrechen des Nationalsozialismus auf und erreicht damit über 200.000 Follower*innen. In ihrem Buch „Gedenken neu denken“ plädiert sie für ein aktives und pluralistisches Erinnern an die Shoah. Dabei nimmt sie vor allem die Nachfahren der Tätergeneration in die Pflicht und thematisiert auch weniger bekannte NS-Verbrechen und bisher vernachlässigte Opfergruppen.

Susanne Siegert ist ganz in der Nähe des bayrischen Landkreises Mühldorf am Inn groß geworden. Sie machte dort Abitur und wusste lange nichts von einem Ort, nur 15 Kilometer von ihrer Schule entfernt. In einem Wald lag dort 1944 das Konzentrationslager Mühldorf Hart. Es war eines der größten Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Genau dort begann ihr Engagement. Heute lebt sie in Leipzig.
Für ihre Aufklärungsarbeit wurde die Journalistin 2024 mit dem ELNET Preis und dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Im September 2025 wurde ihr der Margot Friedländer Persönlichkeitspreis für ihren unermüdlichen Einsatz verliehen.

Im Anschluss an die Lesung beantwortet die Autorin Fragen aus dem Publikum. Es moderieren die Historikerin Dr. Doris Danzer und Benedikt Schramm, Leiter der Kulturabteilung der Stadt Landshut.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht (Spendenempfehlung: 5 € pro Person)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alte Kaserne, Liesl Karstadt Weg 4 84036 Landshut
Die Veranstaltung ist eine Kooperation im Rahmen der Internaionalen Wochen gegen Rassismus mit den Museen der Stadt Landshut, cbw, Stadtbücherei Landshut, Kommunale Jugendarbeit Landshut, EEB, DGB Bayern, Stolpersteine für Landshut


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