Rundbrief 07/2026
Haus International e. V. | Orbankai 3-4, D-84028 Landshut

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Gute Stimmung bei Sommerfesten
Mitte Juni erlebten wir ein wundervolles Straßenfest am Orbankai! Herrliches Wetter, viele gut gelaunte Gäste allen Alters und aller Couleur, Yoldaş rockige türkische Musik, internationale Tänze auch zum Mitmachen von Ardelana, leckere türkische Hausmannskost von unseren alevitischen Freund*innen, interessante Künstler*innen auf der offenen Bühne und viele Begegnungen. Vielen Dank an alle Gäste, die da waren und mit uns ein friedliches, fröhliches Fest getanzt haben, an alle Ehrenamtlichen für die große Hilfe und für das inspirierende interkulturelle Miteinander! Landshut bleibt bunt!

Auch im Innenhof der GU in der Niedermayerstraße fand wieder ein buntes Sommerfest statt – organisiert von der Asylsozialberatung mit Unterstützung freiwilliger Helfer*innen und engagierter Bewohner*innen. Ziel war es, den interkulturellen Austausch zu fördern, den Zusammenhalt innerhalb der Unterkunft zu stärken und den Kontakt zu Kooperationspartner*innen in der Stadtgesellschaft zu vertiefen. Nach der offiziellen Eröffnung mit Grußworten folgten Musik, Tanz und ein vielfältiges kulinarisches Angebot mit internationalen Speisen, die von den Bewohner*innen selbst zubereitet wurden. Für Kinder gab es ein eigenes Programm, das vom neu gegründeten Ukrainischen Verein in Landshut gestaltet wurde. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und an alle finanziellen Unterstützer*innen für dieses gelungene Fest!

Ende Juni feierten wir bei großer Hitze wieder das französische Guinguette-Fest am Orbankai - ein traditionelles Sommerfest mit Musik und Tanz an einem Fluss. Und genossen schließlich Anfang Juli die Internationalen Filmnächte mit Live-Musik auf dem Rochusgelände.

Foto: Viele gut gelaunte Besucher*innen beim Straßenfest!
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Sommerpause
Das zentrale Büro am Orbankai bleibt von 5. bis 28. August wegen Betriebsferien geschlossen. Die Abteilung Sprachbrücke für die Deutschkurse in der Ludmillastraße bleibt von 3. bis 28. August geschlossen. Die Berater*innen in den Unterkünften sind auch während der Ferienzeit durchgängig erreichbar.

Foto: Entspannte Sommerstimmung beim Guinguette-Fest
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Was noch kommt: Sommerkonzerte an der Rochuskapelle
Im Juli laden wir zu zwei Open-Air-Konzerten ein. Die interkulturellen Konzerte verstehen sich als Ort des interkulturellen Miteinanders, der Künstler*innen und Menschen aus aller Welt zusammenbringt Hier wird Kultur generationen- und grenzüberschreitend gelebt! 

Den Auftakt macht am Samstag, 18. Juli 2026, die Formation Kim Azas & Friends. Der charismatische Musiker bringt gemeinsam mit seiner Band und Tänzerin Busisiwe Klimt eine hochexplosive Mischung aus afrikanischen Rhythmen, packendem African-Reggae und tanzbarem Tschink-Reggae auf die Bühne. Ein Abend voller Energie, der das Publikum zum Tanzen und Feiern einlädt. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, die Künstler spielen auf Hutgeldbasis.

Am Samstag, 25. Juli 2026, präsentieren The Blue Notes unter der Leitung des renommierten Landshuter Jazz-Pianisten, Bass-Sängers und Arrangeurs Erich M. Mayer dann „Summer Swing“. Das charmante Vocal-Jazz-Quartett holt sich für diesen Abend den bekannten Saxofonisten Richard Köll an die Seite. Die Formation verspricht ein elegantes, beschwingtes Konzerterlebnis voller Leichtigkeit, Spielfreude und fein austarierter Swing-Melodien. Dieses Konzert findet als Benefizveranstaltung für das Haus International statt. Sämtliche Einnahmen des Abends fließen direkt in die Kulturarbeit des Vereins. 

Einlass für beide Termine ist jeweils ab 19:00 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr. Bei Regen weichen die Veranstaltungen in die Rochuskapelle aus.

Foto: The Blue Notes von Alexej Testov
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Veranstaltungsendspurt im Café international vor der Sommerpause 
Am Orbankai lässt sich der Sommer wirklich genießen! Bevor das Café international im August in die Sommerpause geht, gibt es noch einmal einige Sonderveranstaltungen. Am Freitag, 10. Juli, und Freitag, 17. Juli, findet ab 19:30 Uhr jeweils ein Straßencafé mit Livemusik statt. Am ersten Termin malt die mehrsprachige Singer-Songwriterin Michelle Pöschk Geschichten vor das innere Auge. Am zweiten Termin spielen Otávio Santos & Valeria Stein klassische brasilianische Chorinhos mit Gitarre und Querflöte. Am Freitag, 24. Juli, macht das Café grenzenlos einen Picknick-Ausflug in den Europagarten. Der letzte Termin des Café grenzenlos ist am Mittwoch, 29. Juli, inklusive einer Jam-Session zum Saisonabschluss. 

Nach der Sommerpause legt das Team dann wieder ab Mittwoch, 16. September, los. Die erste Sonderveranstaltung gibt es am Freitag, 02. Oktober, mit einer Offenen Bühne. 

Foto: Gute Stimmung im Straßencafé
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Offene Stellen für den Freiwilligendienst
Wir haben zum 1.9.26 noch eine BFD-Stelle und eine FSJ-Stelle mit 39 Wochenstunden für die Zentrale am Orbankai zu besetzen. Die Tätigkeit ist schwerpunktmäßig im Bereich Kinder- und Jugendarbeit und im Bereich Kultur und Begegnung.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) dient als soziales Bildungsjahr. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren können dabei zwölf Monate in einer sozialen Einrichtung tätig sein. Wir bieten die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im sozialen Bereich, insbesondere auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu sammeln und sich aktiv für das Gemeinwohl einzusetzen.

Bewerbungen bitte an inka.schlangmann@haus-int.de

Foto: Praktikantenteam im September 2025
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GEAS ist seit 12.6.2026 in Kraft
Die GEAS-Reform (Gemeinsames Europäisches Asylsystem) wird von Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und dem Deutschen Institut für Menschenrechte scharf kritisiert. Im Zentrum der Kritik stehen die verpflichtenden Grenzverfahren an den EU-Außengrenzen, die Aushebelung von individuellem Rechtsschutz sowie weitreichende Möglichkeiten zur Inhaftierung von Familien und Kindern. 

Kernpunkte der Kritik sind:
Haft unter dem Deckmantel der "Fiktion der Nichteinreise": Menschen, die an den Außengrenzen Asyl beantragen, dürfen das eigentliche Land oft nicht betreten und werden in geschlossenen Aufnahmezentren untergebracht, was de facto einer Inhaftierung gleichkommt.
Inhaftierung von Minderjährigen: Die Reform erlaubt die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in solchen haftähnlichen Einrichtungen, was aus Kinderschutzgründen strikt abzulehnen ist.
Erschwerter Zugang zu Rechtsmitteln: Durch beschleunigte und stark formalisierte Verfahren an den Außengrenzen wird befürchtet, dass Asylsuchende ihre Fluchtgründe nicht ausreichend darlegen können und der Zugang zu unabhängiger Rechtsberatung gerade für vulnerbale Personen massiv erschwert wird.
Verschärfung der nationalen Umsetzung: Organisationen wie Pro Asyl und das Institut für Menschenrechte kritisieren, dass die deutsche Regierung bei der nationalen Umsetzung über die von der EU geforderten Mindeststandards hinausgehe und Spielräume nicht zugunsten der Menschenrechte nutze. 

Insgeamt ist die GEAS-Reform als die größte Verschärfung des Aslyrechts seit den 1990er Jahren zu bewerten. Wie sich dies konkret auf unsere Beratungsarbeit auswirken wird, läßt sich zur Zeit noch nicht wirklich abschätzen. 

Dazu passt dann ja auch, dass das Recht auf Asylverfahrensberatung abgeschafft wird. Die Beratung und Begleitung im Asylverfahren ist vergleichbar mit dem Recht auf eine*n Verteidiger*in vor Gericht. Das innerhalb der letzten drei Jahre aufgebaute Beratungsnetzwerk plant Innenminister Dobrindt komplett abzuräumen, über 200 gut ausgebildete Verfahrensberater*innen, darunter auch zwei im Haus International müssen um ihre Jobs bangen.

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