Rundbrief 12/2025
Haus International e. V. | Orbankai 3-4, D-84028 Landshut

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Festtagswünsche
Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man jede Wüste durchqueren kann
Arabisches Sprichwort

Liebe Mitarbeiter*innen und Unterstützer*innen!
Wir bedanken uns für die engagierte Mitarbeit und die große Unterstützung im Jahr 2025!
Die Vorstände und die Geschäftsführung des Haus International wünschen schöne Feiertage und ein gutes und gesundes Jahr 2026!
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Förderkreis Flüchtlings- und Integrationsberatung
Die Zahl der Flüchtlinge weltweit steigt aufgrund von Kriegen und humanitären Krisen weiter an. Aber die sogenannte „Migrationswende“ der deutschen Regierung wirkt. Nach Deutschland kommen deutlich weniger Flüchtlinge. Der Ton gegenüber Geflüchteten ist noch rauer geworden, Repression und Abschiebungen nehmen zu. Das zeigt sich aktuell in der disruptiven Schließung der GU Porschestraße.  Auch die Verwehrung des Familiennachzugs zu Flüchtlingen mit subsidiärem Schutzstatus und die Einstellung humanitärer Aufnahmeprogramme hat Auswirkungen auf unsere Arbeit. 

Seit den 90er Jahren beraten wir Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften (GU) in Landshut, seit 2017 ergänzend Aussiedler*innen und Kontingentflüchtlinge im Übergangswohnheim (ÜWH) und seit 2022 auch ukrainische Kriegsflüchtlinge in einer städtischen Unterkunft. Insgesamt begleiten wir in den Unterkünften ca. 800 Menschen im Jahr, darunter viele Familien.

Unterstützen Sie bitte unsere Berater*innen vor Ort! 


Es bedarf in Zukunft weiter gemeinsamer Anstrengungen, um die Menschenwürde zu wahren und Zugänge zu Bildung und Integration zu ermöglichen und zu erhalten.

Wenn Sie uns dauerhaft unterstützen wollen, erteilen Sie uns bitte einen Einzugsauftrag für eine monatliche Lastschrift für das Jahr 2026. https://www.haus-int.de/lastschrift_sepa_asyl_spender-2022/

Auch einmalige Spenden nehmen wir gerne entgegen.
Spendenkonto bei der Sparkasse Landshut
IBAN: DE38 7435 0000 0000 8705 95
Kennwort „Flüchtlings- und Integrationsberatung“

Foto: Kinder aus humanitären Aufnahmeprogrammen im ÜWH
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Winterkonzert von Merima Ključo 
& Jelena Milušić
Merima Ključo und Jelena Milušić, weltbekannte Musikerinnen aus Bosnien-Herzegowina, entführen uns mit ihrer kraftvollen und ausdrucksstarken, zugleich aber subtilen Musik auf eine  traumhafte Reise. Jelenas einzigartiger und seltener, außergewöhnlich vielseitiger Alt ergänzt die Klänge von  Merimas Konzertakkordeon auf brillante Weise. Gemeinsam schaffen Jelena und Merima auf der Bühne, nur mit Stimme und Akkordeon, eine bezaubernd theatralische Atmosphäre: Sie ziehen ihr Publikum in ihren Bann mit einer facettenreichen Darbietung, die von düster-dramatisch bis hin zu anmutig-melancholisch reicht und schließlich in einem heiteren, fast kabarettartigen Finale mündet. 
Einmaliges Gastspiel in der Rochuskapelle am 26.1.26! 

VVK: https://1be.at/rochus26-lume
Infos: https://studio.kaedinger.de/2025/11/12/merima-kljuco-jelena-milusic-lume-und-mehr/
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Besuch in der Synagoge Straubing
Eine Gruppe von Mitarbeiter*innen des Haus International besuchte im November die Synagoge in Straubing. Wir wurden von Anna Zisler, 1. Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, sehr herzlich empfangen. Die Synagoge wurde 1907 erbaut und ist die einzige in Niederbayern. Die Gemeinde umfasst 800 Mitglieder, davon leben 200 in Landshut. Mehr als 90% der Mitglieder sind Kontingentflüchtlinge aus der ehemalige Sowjetunion, die in neunziger und tausender Jahren nach Deutschland kamen. Für 3500 von ihnen war Straubing die erste Adresse. Auch in Altdorf gab es ein Heim für jüdische Kontingentflüchtlinge. „Ohne die Zuwanderung wären wir längst ein Museum“, so Anna Zisler, deren Vater Israel Offmann, ein Holocaustüberlebender aus Polen war.

In der Synagoge und im jüdischen Gemeindezentrum erfuhren wir viel über die Geschichte der Gemeinde, die jüdische Religion und das religiöse Leben. Aber auch der Antisemitismus in der Geschichte und heute war ein großes Thema. Seit 2015 kann die Synagoge nach einer Bedrohung nur noch über einen Seiteneingang beteten werden, seit dem Anschlag von Halle gibt es außerdem eine Sicherheitsschleuse und Polizei vor der Türe.
Neben der Synagoge unterhält die Gemeinde auch zwei Friedhöfe in Straubing und eine Sozialberatungsstelle für ihre Mitglieder. Ähnlich wie die Kirchengemeinden leidet sie an Überalterung. 

Die Israelitische Kultusgemeinde ist sehr gut vernetzt sehr aktiv im interreligiösen Dialog in Straubing. Leider fehlt in Landshut seit einigen Jahren ein Ansprechpartner auf jüdischer Seite für den interreligiösen Dialog.

Foto: Anna Zisler vor dem Thoraschrein in der Synagoge
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Sprachstammtische im Café
Sprachen-Fans aufgepasst! Auch im neuen Jahr wird es mit den fünf Sprachstammtischen im Café international weitergehen. Den Auftakt macht am Montag, 12.01. der Französisch-Stammtisch. Noch in der gleichen Woche folgen am Dienstag, 13.01. der Spanisch-Stammtisch und am Donnerstag, 15.01. der Englisch-Stammtisch. Der Italienisch-Stammtisch steht am Dienstag, 20.01. an und am Samstag, 24.01. gibt es zuletzt den Bayrisch-Stammtisch, bei dem wichtige Wörter, Ausdrücke und Redewendungen, die uns im Alltag in Bayern begegnen, erlernt werden können.

Die Sprachstammtische sind ein beliebter und fester Bestandteil des Programms im Café international. Sie werden von muttersprachlichen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen geleitet. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit mit Muttersprachler*innen ihre Sprachkenntnisse zu pflegen.

Foto: Sprachlicher und kultureller Austausch in der Begenungsstätte Café international
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Auflösung des Kulturforum Landshut e.V.
1981 wurde der Verein "Kulturforum Landshut" von einem engagierten Kreis von kulturell Interessierten gegründet. Über Jahrzehnte hinweg veranstaltete der Verein hochkarärtige Events an verschiedenen Spielorten in Landshut. In Erinnerung ist vor allem die Wortstark-Reihe geblieben. Ludwig Bichlmaier, der im Januar 1986 hinzukam, war über viele Jahre federführend für die Programmgestaltung mitverantwortlich. Am 29. Oktober 2022 fand die letzte Veranstaltung des Kulturforum Landshut statt. Es fanden sich nach den Corona-Jahren nicht mehr genug Interessierte, die bereit waren Verantwortung zu übernehmen und den ersten Vorsitzenden Ludwig Bichlmaier zu unterstützen. So wurde der Verein in der letzten Mitgliederversammlung aufgelöst.

Der Verein war finanziell solide aufgestellt und verfügte über ein eigenes technisches Equipement. Das gesamte Bank- und Barvermögen des aufgelösten Vereins wurde satzungsgemäß dem Haus International übereignet. Auch das technische Gerät wie Mischpult, Mikrofone, Kabel u.a. sowie die übrigen Gegenstände wie Stehtische, Gläser, Molton u.a. wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt vom Haus International übernommen.

Für die Begegnungs- und Kulturarbeit des Haus international ist dies ein sehr großes Geschenk, denn wir verfügten bisher nicht über eine eigene Tontechnik z.B. für die Veranstaltungen in der Rochuskapelle. Da die gesamte Begegnungs- und Kulturarbeit ohne öffentliche Zuschüsse  auskommen muss, ist das „Erbe“ des Kulturforums ein unerwarteter Segen für die weitere soziokulturelle Arbeit. Wir können nicht genug Danke sagen!

Foto: Ludwig Bichlmaier überreicht die Barkasse an Annelies Huber

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