Bedřiška: Von der Ausgrenzung zur Selbstermächtigung – Eine inspirierende Geschichte
Bedřiška in Tschechien, unweit der deutschen Grenze, ist eine einzigartige Siedlung, in der Rom:nja und Weiße seit 15 Jahren friedlich und selbstorganisiert zusammenleben. Ursprünglich als Arbeiterkolonie angelegt, verfiel sie in den 2000er-Jahren zu einer in Tschechien typischen, sozial ausgegrenzten Rom:nja-Siedlung mit Müll, Armut und steigender Kriminalität. Nach einem Molotow-Cocktail-Angriff 2010 vereinten sich die Bewohner:innen und leiteten eine faszinierende Wende ein.
Sie räumten auf, eröffneten ein Community-Zentrum und knüpften über 15 Jahre hinweg starke, fürsorgliche Beziehungen, die auf gegenseitiger Hilfe und Selbstorganisation beruhen. Ohne NGOs oder formale Sozialarbeiter:innen-Ausbildung entstand eine lebendige Gemeinschaft, die vor allem von Frauen getragen wird.
Trotz dieses Erfolgs droht der Abriss: Die Stadt Ostrava plant Luxuswohnungen anstelle von Bedřiška und damit die Zerstörung der Gemeinschaft. Ein Musterbeispiel für kapitalgetriebene, rassistische Ungerechtigkeit. Doch die Bewohner:innen wehren sich und brauchen unsere Solidarität
Kommt zum Vortrag, um mehr über die inspirierende Geschichte zu erfahren. Bei dem Vortrag wird Geld für das Projekt gesammelt.
Kollektiv „Bedřiška überlebt“:
Seit diesem Sommer unterstützt das Kollektiv die Siedlung Bedřiška von Deutschland aus. Die Gruppe möchte durch Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und praktische Unterstützung dazu beitragen, dass die Bewohner:innen von Bedřiška in ihren Häusern bleiben können und ihre Gemeinschaft erhalten bleibt.


