Eine Beerdigung. Ein Theaterbesuch. Eine Kindheit, die plötzlich zurückkommt. Als Kulturjournalist Johannes Eisner am Tag nach einer Beerdigung im Familienkreis die Münchner Aufführung der Rocky Horror Show besucht, ahnt er nicht, dass dieser Abend zur Reise in sein eigenes Innerstes werden wird. Zwischen Konfettiregen, Klopapier-Kaskaden und einem schiefen Duett in Reihe sieben bahnt sich etwas an, was sich lange nicht benennen ließ: die Erkenntnis, dass Heilung nicht bedeutet, den Schmerz loszuwerden – sondern ihn endlich anzuschauen.
Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken ist ein leiser, präzise beobachteter Roman über eine Kindheit in der niederbayerischen Provinz der 1980er-Jahre: über Sommer im Freibad, Heimlichkeiten in Großvaters Scheune, He-Man-Figuren und Hui-Buh-Kassetten im Walkman, die erste Freundschaften – und die queere Ahnung, die sich noch keinen Namen weiß. Es ist ein Buch über das, was Familien schweigend weitergeben, und über einen Mann, der lernt, dieses Erbe anzunehmen.
Philipp W. Wilhelm, geboren 1981 in Landshut (Niederbayern), ist Schauspieler, Autor und Medienschaffender. Er ist verheiratet und lebt in München. Nach rund siebzehn Jahren als freischaffender Schauspieler wechselte er 2019 hinter die Kamera und ist seither im Bereich Fernsehproduktion tätig. Unter dem Pseudonym KYNDZKOPF schreibt er literarische und autobiografische Prosa, Lyrik sowie Comedy ins Internet. Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken ist sein Romandebüt.
Die Lesung wird veranstaltet von Queer in Niederbayern e.V.
Es ist keine Voranmeldung nötig.
Der Eintritt ist frei.


