Interkulturelle Kunstwerkstatt

Das generations- und kulturübergreifende Projekt „Interkulturelle Kunstwerkstatt“ wurde im Jahr 2005 initiiert.

In jedem Schuljahr wird ein Thema ausgewählt und mit verschiedenen Projektpartnern kreativ in Workshops und Events umgesetzt. Als Höhepunkt und Abschluss findet jeweils eine gemeinsame Schlussausstellung mit einer Auswahl der entstandenen Kunstwerke in der Rochuskapelle statt.

15. Interkulturelle Kunstwerkstatt Schuljahr 19/20: natürlich(e) Kunst!

Die interkulturelle Kunstwerkstatt bietet seit nunmehr 15 Jahren eine feste Einrichtung zur offenen Begegnung von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen. In Workshops, Aktionen und einer Abschlussausstellung bildet Kreativität eine Brücke für eine menschliche Zukunft unserer Gesellschaft. Die Individualität und Verschiedenheit dieser jungen Menschen kann sich in einem freien und gehaltenen Raum in Form und Farbe ausdrücken und unterschiedliche Erfahrungen sammeln.

Für das Schuljahr 2019/20 wurde das Motto „natürlich(e) Kunst!“ gewählt.

Natürlich brauchen wir Kunst! Wir Menschen sind Kulturwesen und drücken uns mit unseren Sinnen in Sprache, Poesie, Klang, Musik,  Bewegung, Gebärde, Tanz, Rhythmus, Farbe und Form aus. Und wir brauchen eine natürliche Kunst, damit wir in der technischen und  digitalisierten Welt wieder unsere eigene Natürlichkeit entdecken und deren Wurzeln spüren und entfalten können.

Die Begegnung der Menschen aus unterschiedlichen Ethnien braucht ebenso Natürlichkeit und Kreativität, damit wir ungezwungen, achtsam  und offen zusammenleben können. Kinder haben dabei keinerlei Hemmungen, sie sind geradezu eine Hilfe, den Bann des Fremdseins zu überwinden und geben mit den Kunstwerken, die in der interkulturellen Kunstwerkstatt entstehen ein wertvolles Signal in die Gesellschaft. Das Konzept „natürlich(e) Kunst!“ umspannt möglichst viele Lebensbereiche und zeigt, dass Kunst eine Alltagsrealitätvon allen Menschen sein kann.

Wo kommt die Farbe her?
Wir gehen in den Garten, sammeln Blüten, Blätter, Samen, Wurzeln, Steine, Rost und Fundmaterialien, stellen daraus Farbe her und malen  damit. Dazu lernen wir uralte Techniken und Rezepte kennen und machen z.B. unsere Zeichenkohle selbst am Lagerfeuer. Wir legen einen Färbergarten an, damit wir auch in den kommenden Jahren Pflanzen haben, aus denen wir Farben machen können.

Mit Naturmaterialien gestalten
Wir schnitzen in 200 Jahre altes Lindenholz. In den Isarauen gestalten wir aus Fundhölzern und Steinen ein Landart-Projekt. Aus Schafwolle  filzen wir Objekte und lernen den ganzen Prozess von der Wolle zum Spinnen und Stricken kennen. Kerzenziehen und mit Naturinstrumenten  Klänge und Rhythmen erzeugen, gehört ebenso zu unserem Programm.

Was hat der Baum gesagt?
In Exkursionen lernen wir viel über die Natur und sensibilisieren uns, um die Sprache der Bäume, Pflanzen, Quellen, der Isar und der Landschaft zu verstehen. In unserem selbst gefertigten Künstlerbüchlein zeichnen und notieren wir unsere Erlebnisse im Wald. Mit kleinen Dankbarkeitsritualen, die eine urmenschliche Geste sind, machen wir unser Verbundensein mit der Erde und all ihren Wesen sicht- und  rlebbar.

natürlich kochen, gesund essen
Jede Kultur hat ihre ganz eigene Küche. Letztlich kommt sie aus der Landschaft, den Pflanzen und Früchten die dort vorkommen und den Traditionen, die die Menschen daraus über Jahrhunderte entwickelt haben. Wir wollen uns einmal an die Wurzeln unserer Esskultur begeben, sozusagen Steinzeitkost: Wildkräuter, Früchte aus dem Wald, aber auch alte Kulturtechniken wie Brotbacken.

Zielgruppe: alle Einrichtungen, insbesondere für Kinder und Jugendliche

Schirmherr: OB Alexander Putz

Veranstalter

Haus International e.V.

Projektpartner

Bund Naturschutz, DOM e.V., Stadtbücherei Landshut, Freie Kinder und Jugend Kunstakademie, Stadtjugendring, Landshuter Umweltmesse u.a.

Künstlerische Leitung

DR. MARKUS WIMMER

Galerie 561
Kramergasse 561
84028 Landshut
Tel. 0871-25472