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Presserklärung  von Reinhard Austrup und Annelies Huber im September 2010

Brücke zwischen Menschen und Kultur - Rochuskapelle: 3.000 Besucher im ersten Jahr!

Am 18. September 2009 wurde die Rochuskapelle festlich wiedereröffnet. Seitdem nutzt das Haus International das  spätgotische Bauwerk für Ausstellungen, Diskussionen, Vorträge, Feste und Konzerte. Reinhard Austrup und Annelies Huber vom Organisationskreis Rochuskapelle ziehen Bilanz über die ersten zwölf Monate.

Klein und bescheiden – dafür mit besonderem Ambiente: So beschreibt Reinhard Austrupp das Flair des  denkmalgeschützten Hauses. Schon der offizielle Eröffnungsabend vor einem Jahr, verbunden mit einem interreligiösen Fest, habe das Flair dieses denkmalgeschützten Hauses für alle erlebbar gemacht: Die Rochunskapelle sei „der ideale Ort für die individuelle und etwas andere Veranstaltung“. Dabei hätten sich die Besucher von den eher bescheidenen Platzverhältnissen nicht abschrecken lassen, dafür aber die Auswahl der Themen geschätzt: Bereits die erste Ausstellung zur Geschichte der Rochuskapelle sei auf reges Interesse gestoßen.  Die Austellung zum Thema Südafrika habe inklusive Begleitveranstaltungen zu Politik und Wirtschaft in Südafrika weit über 500 Besucher angezogen. 

Ein neues Element stellten im Laufe des ersten Jahres die  Länderabende dar, die in Kapelle und Café International gemeinsam stattfinden. An diesen Abenden geht es nicht nur um Kunst allein, sondern um das Erfahren einer fremden Kultur mit allen Sinnen: um kulinarische Genüsse, um Musik, Tanz, Theater und Literatur.

Das zweite Jahr nach der Wiedereröffnung begann der Organisationskreis Rochuskapelle mit einer Ausstellung im Rahmen der 5. Landshuter Kunstnacht: Unter dem Motto „Aus den vier Winden“ zeigen Schamanen aus Neuseeland, Südafrika, Mexiko, den USA und Deutschland  Zeichnungen, Malerei, Schmuck- und Ritualobjekte. 

Auch sonst wird die Rochuskapelle ihren ihrem Anspruch als Ort der Begegnung am Haus international gerecht, sagt Reinhard Austrupp: So finde im Rahmen der internationalen Wochen am 28. September ein Vortragsabend über Rassismus, Sinti und Roma statt und ein weiterer über Pädagogik der Vielfalt am 6. Oktober. Am 10. Oktober organisiert das interreligiöse Forum eine Friedensfeier unter dem Motto „Wenn durchs Herz ein Echo geht...“. 

Seit Herbst findet eine Kooperation mit dem kleinen theater statt, das die Rochuskapelle als Spielort für das Stück "Die Beichte" nutzt.


Die Rochuskapelle im Web: http://sites.google.com/site/rochuskapellelandshut/ 
Seite von Reinhard Austrup
HINTERGRUND:
Seit Sommer 2009 wird die Rochus Kapelle vom Haus International genutzt. Die Nutzung der Rochuskapelle ermöglicht dem Haus International e.V. gemäß seinem Selbstverständnis und Auftrag die interkulturelle Arbeit zu vertiefen und auszuweiten. 

In der Kapelle werden vom Haus International verschiedene  Veranstaltungen - vom Vortrag über Musik bis hin zu Ausstellungen und Performance - durchgeführt. 

Die Rochuskapelle im Herzen der Stadt Landshut kann auf Anfrage beim Haus International (Geschäftsführerin Annelies Huber) auch von anderen Gruppen für Veranstaltungen genutzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Nutzung zum Konzept passt.

HISTORIE:

Das Blatternhaus mit der Rochuskapelle, ein einschiffiger  spätgotischer Bau, um 1497, geht auf eine Stiftung des Ratsbürgers und   Handelsmanns Walther vom Feld d. Ä. zurück, die dieser für "arme,   platerige Menschen" gemacht hat. Der Chor der Kapelle war früher in  das mit einem Krüppelwalmdach gedeckte Blatternhaus einbezogen, wie  noch das Stadtmodell von Jakob Sandtner zeigt.

Gegen Ende des 15. Jh. wurden mit dem Seelhaus und dem Blatternhaus samt Rochuskapelle zwei Einrichtungen geschaffen, deren Bestimmung  nicht mehr vorrangig die Absonderung unheilbar Aussätziger, sondern  die Behandlung ansteckender Krankheiten war. Das Seelhaus dürfte  vermutlich seine Fortsetzung im Lazarett der Stadt gefunden haben,  welches erstmals 1570 erwähnt ist. Das Blatternhaus wurde 1808 aufgelöst.

Noch heute kann man in der Kapelle zwei vermauerte Oratorien in der Ostwand erkennen: Durch diese Maueröffnungen konnten die Kranken den  Gottesdienst verfolgen. Seit dem Abbruch des spätgotischen  Blatternhauses 1810 steht die Rochuskapelle jedoch frei.

Die Stadt erwarb die Kapelle 1956 und restaurierte sie. Seit September 2005 wurde sie als städtische Galerie genutzt.

 Unsere Veranstaltungen in der Rochuskapelle – siehe Termine / Kalender

 
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